December 22nd, 2009
Die frühe Seed Finance Phase benötigt Startkapital für die Forschung und Entwicklung, um ein Produkt reif für den Markt zu machen. Weil eben noch kein Produkt existiert, ist der Erfolg schwer einzuschätzen. Das Risiko ist entsprechend hoch. Daraus ergibt sich ein niedriger Einkaufswert für Kapitalgeber, der sich wahrscheinlich mit höherer Quote beteiligen wird.
Nachdem die Produktentwicklung abgeschlossen ist, beginnt die Early Stage Financing Phase. Nun werden Gelder für Studien und Tests gebraucht, um das Produkt erfolgreich am Markt einzuführen. Das Risiko ist geringer als in der Phase zuvor, denn das Produkt existiert bereits und kann vorgeführt werden. Wie erfolgreich das Unternehmen damit sein wird, ist aber immer noch schwer einzuschätzen.
Die Wachstumsphase wird auch Later Stage Financing Phase genannt. In diesem Stadium sind erste Erfolge sichtbar, das Produkt ist auf dem Markt und verzeichnet erste Umsätze. Der Vertrieb muss nun vorangetrieben werden, und die Kapitalgeber müssen sich teurer einkaufen, weil das Risiko viel geringer ist als zuvor.
Der Austritt, also die „exit phase“ erfolgt nach zwei bis sieben Jahren, und der Kapitalgeber zieht sich aus dem Unternehmen raus. Nun verkauf er seine Anteile weiter oder bietet sie dem Besitzer zum Rückkauf an (Company Buy-Back). Geht die Firma an die Börse, handelt es sich um Initial Public Offering (IPO). Wird das Unternehmen übernommen ist das ein Trade Sale. Kann es sich jedoch nicht halten, erfolgt die Auflösung des Unternehmens, die Liquidation.
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December 1st, 2009
Venture Capital heisst übersetzt Risikokapital oder Wagniskapital, das außerhalb der Börse stattfindet. Dazu wird eine Gesellschaft gebildet, die sich an einem als riskant bekanntes Unternehmen beteiligt.
Das Wagniskapital selbst besteht aus Eigenkapital oder diesem ähnelnden Instrumenten zur Finanzierung wie zum Beispiel einer Mischung aus Eigen- und Fremdkapital oder einem verzinslichen Wertpapier. Eingebracht wird das Kapital durch darauf spezialisierte Gesellschaften, wie die „Venture-Capital-Gesellschaft“ (VCG) oder die „Wagnisfinanzierungsgesellschaft“.
Es handelt sich meistens um junge Unternehmen, sogenannte startups, die noch am Anfang stehen und noch nicht an der Börse notiert sind. Das Risiko ist hoch, weil weder der Verlauf, noch der etwaige Gewinn anfangs absehbar sind. Es kann den kompletten Verlust des Kapitals oder aber eine sehr hohe Rendite bedeuten.
Aufgrund ihrer Unerfahrenheit profitieren die Unternehmensgründer neben dem Kapital auch vom kaufmännischen knowhow der Anleger, denn der Erfolg der jungen Firma allen ein Anliegen. Das ist der Grund, warum diese Form als „smart capital“, also intellligentes Kapital bezeichnet wird. Mit seiner Erfahrung bringt der Kapitalanleger sein Wissen und seine Fähigkeiten ein und greift hier und da auch dem Managment unter die Arme. Seine Geschäftskontakte sind ebenfalls von Vorteil. Dem Unternehmensgründer hilft diese wichtige Unterstützung enorm. So profitieren beide Seiten von der Risikokapitalgesellschaft.
Im Vergleich zu Banken tauchen relativ wenig VCG auf, was zum einen am finanziellen Volumen, zum anderen an der Zeitintensität der unternehmerischen Betreuung liegen mag.
Die Höhe des einzubringenden Kapitals variiert, je nach dem in welchem Abschnitt das Unternehmen steckt. Eingeteilt werden die einzelnen Phasen in „Saat, Früh- und Spätphase“.
Bevor es zu einer VCG kommt sind es in der Regel Freunde und Bekannte, die den Firmengründern tatkräftig und finanziell unter die Arme greifen. Im nächsten Schritt folgen sogenannte „Unternehmensengel“ (”business angel”), das sind zum Teil pensionierte Geschäftsleute, die junge Unternehmen finanzieren und beim Aufbau behilflich sind. Auch hier zählen neben dem Geld die Erfahrung und das gesammelte Wissen.
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